warum Du bar bezahlen solltest?

Wußtest Du…

daß Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist?

 

§ 14 Abs. 1 Satz 2 des Geset­zes über die Deut­sche Bundesbank:
„Auf Euro lau­ten­de Bank­no­ten sind das ein­zi­ge unbeschränkte
gesetz­li­che Zahlungsmittel.”

 

„Nur Bares ist Wah­res!” oder „Bar­geld lacht!” – die­se Sprich­wör­ter kennt wohl jeder. Und es sind nicht bloß Sprich­wör­ter, son­dern wahr­haf­ti­ge Weisheiten.

Die Mög­lich­keit bar­geld­los zu bezah­len, sei es mit der EC-Kar­te, die mitt­ler­wei­le Giro­card heißt, sei es mit der Kre­dit­kar­te, sei es mit dem Smart­phone oder der Smart­watch, schränkt die Men­schen immer mehr in ihrem Hand­lungs­spiel­raum ein. Und das Trau­ri­ge ist: sie mer­ken es nicht ein­mal; es ist ja so bequem. 

Man­che gehen sogar soweit, mit ihrem Kör­per zu bezah­len, und das mei­ne ich ganz wört­lich. Nein, nicht das, was Du jetzt viel­leicht denkst… Sie bezah­len mit ihren bio­me­tri­schen Daten, näm­lich via Gesichts­er­ken­nung, Fin­ger­ab­druck oder mit einem Mikro­chip, der ihnen in die Hand ein­ge­pflanzt wur­de. Es ist ja so bequem. Da brau­chen sie beim Bezah­len nur das Pföt­chen zu heben, wie ein dres­sier­tes Hündchen.

Zuge­ge­ben: Mit der Kar­te zu bezah­len, wenn man ein­kauft, ins Restau­rant geht oder etwas im Inter­net bestellt, ist bequem – zwei­fels­oh­ne. Doch wenn man sich anschaut, wohin der Trend geht und was wirk­lich hin­ter der Absicht steckt, Bar­geld nach Mög­lich­keit ganz abzu­schaf­fen, dann sind das kei­nes­wegs rosi­ge Aussichten.

Immer mehr Laden­ge­schäf­te gehen zugrun­de, weil es ja so bequem ist, online ein­zu­kau­fen. Der mensch­li­che Kon­takt geht flö­ten, weil es ja so bequem ist, online ein­zu­kau­fen. Die Gesell­schaft wird aus­ein­an­der­ge­sprengt, Men­schen wer­den ver­ein­zelt und Fami­li­en wer­den zer­stört, weil jeder nur noch mit sei­nem Smartpho­ne beschäf­tigt ist. Kom­mu­ni­ka­ti­on fin­det nicht mehr statt. Das sind nur einige Bei­spie­le, die ins­be­son­de­re seit 1990 zu beob­ach­ten sind.

Für jun­ge Leu­te ist die Kar­ten­zah­lung oder Bezah­lung mit dem Smart­phone heu­te selbst­ver­ständ­lich. Sie wach­sen bereits damit auf. Inzwi­schen steht die­se Opti­on ja auch fast über­all zur Ver­fü­gung. Die Bezahl­mög­lich­kei­ten per Smart­watch, Gesichts­er­ken­nung und Fin­ger­ab­druck oder gar per Mikro­chip­im­plan­tat wer­den als Zukunfts­trends ange­prie­sen. Dabei haben die­se Bezahl­tech­ni­ken schon längst die Erpro­bungs­pha­se über­stan­den und sind bereits in Anwendung.

Wenn­gleich die­se Optio­nen noch nicht über­all bereit­ste­hen, so wird doch mit Hoch­druck dar­an gear­bei­tet. Soge­nann­te Markt­for­schungs­un­ter­neh­men pro­pa­gie­ren im kol­lu­si­ven Zusam­men­wir­ken mit dem BRD-Régime, daß der Nut­zer ein Bedürf­nis nach bar­geld­lo­ser Zah­lung und nach kon­takt­lo­ser Bezah­lung hät­te, und so erwar­te­ten uns in Zukunft infol­ge tech­no­lo­gi­schen Fort­schrit­tes wei­te­re Neu­hei­ten, die das Bezah­len neu definierten.

Die Insze­nie­rung der Coro­na-Plan­de­mie im Jahr 2020 hat den bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­kehr und ins­be­son­de­re die kon­takt­lo­se Bezah­lung for­ciert. Man hat die bar­geld­lo­se Zah­lung ein­fach zur Not­wen­dig­keit im Rah­men des Infek­ti­ons­schut­zes deklariert.

Und sie­he da, wie leicht das geht. Man führt eine Bedro­hung her­bei (ob real oder erfun­den, spielt erst mal kei­ne Rol­le), die Men­schen reagie­ren dar­auf wie gewünscht ängst­lich, und dann hat man die Lösung natür­lich schon parat, denn es war geplant und vorausbedacht.

Die bar­geld­lo­se bzw. kon­takt­lo­se Bezah­lung führt zu einer Ein­schrän­kung des Hand­lungs­spiel­rau­mes der Men­schen. Spar­kas­sen, Ban­ken und son­sti­ge Kas­sen haben ihre Filia­len – oft sogar über Nacht – ein­fach geschlos­sen und bau­en sie immer wei­ter ab. Man muß heu­te froh sein, wenn man über­haupt noch einen Geld­au­to­ma­ten fin­det, bei dem Bar­ab­he­bun­gen – zu völ­lig über­teu­er­ten Ent­gel­ten – mög­lich sind. Aktu­ell suchen vie­le Unter­neh­men Wege und Mög­lich­kei­ten, das Bezah­len immer wei­ter zu digitalisieren.

Bekommst Du da nicht auch den Ein­druck, daß Du nur noch da bist, um Nor­men und Vor­ga­ben zu erfül­len? Und wenn Du mit der Tech­nik nicht umge­hen kannst, dann hast Du halt die Arsch­kar­te. Pech gehabt.

Soll­te es nicht viel­mehr so sein, daß Dienst­lei­stung eine Lei­stung von Mensch zu Mensch ist?

Statt­des­sen wird den Men­schen ein­ge­re­det, es gäbe sicher­heits­re­le­van­te Gründe, die die Zah­lung mit Gesichts­er­ken­nungs­soft­ware oder Fin­ger­ab­druck erforder­lich machten.

Wel­che sicher­heits­re­le­van­ten Grün­de könn­ten das sein? Daß mir eine deut­sche Oma, die auf einem abge­rie­gel­ten Weih­nachts­markt ihre Hand­ta­sche her­zei­gen muß, weil sie ja mög­li­cher­wei­se eine Waf­fe mit sich füh­ren könn­te, mein Por­temon­naie klaut? Wohl kaum. Aber die sperr­an­gel­weit geöff­ne­te Lan­des­gren­ze, wo jeder her­ein­gewun­ken wird, der hier nichts, aber auch gar nichts zu suchen hat, ist natür­lich eine Bedro­hung, und zwar eine orche­strier­te Bedro­hung, die es „erfor­der­lich macht”, die Men­schen zu über­wa­chen, Gesichts­er­ken­nungs­soft­ware ein­zu­füh­ren, an jeder Ecke eine Video­ka­me­ra zu instal­lie­ren, auf Ein­kaufs­park­plät­zen die KfZ-Kenn­zei­chen zu scan­nen, die elek­tro­ni­sche Pati­en­ten­ak­te ein­zu­füh­ren und vie­les mehr.

Die Bequem­lich­keit der Men­schen wird natür­lich auch aus­ge­nutzt. „Mit die­ser App und mit jenem Pro­dukt wird Ihr Ein­kauf zum Erleb­nis”. Jetzt brau­chen wir also schon Ein­kaufs­er­leb­nis­se. Natür­lich, denn Du sollst ja aus Dei­ner 15-Minuten-Smart-City gar nicht mehr her­aus­wol­len, weil Du alles, was Du begehrst, entweder fuß­läu­fig errei­chen kannst (Du muß also auch kein Auto mehr haben) oder weil es Dir in der vir­tu­el­len Welt, dem soge­nann­ten Meta­ver­sum, zur Ver­fü­gung steht. Wie prak­tisch. Dann mußt Du dich bald gar nicht mehr bewe­gen und kannst, wie die Sur­ro­ga­tes in dem Film mit Bruce Wil­lis den gan­zen Tag auf der Lie­ge lie­gen und ein vir­tu­el­les Leben füh­ren, das nicht Dein eige­nes ist.

Merkst du, wo das hin­führt? Fin­dest Du das in Ord­nung? Willst Du Teil eines solchen tech­no­kra­ti­schen Kon­troll- und Über­wa­chungs­sy­stems sein? Ich nicht.

Jeder Bereich unse­res Lebens wird stän­dig wei­ter auto­ma­ti­siert, digi­ta­li­siert und über­wacht. Und wenn wir an die Ver­schmel­zung von Mikro­chips mit dem mensch­li­chen Orga­nis­mus den­ken, sind wir ganz schnell beim Trans­hu­ma­nismus. Aber das ist bestimmt nur eine Verschwörungstheorie.

 

Was kannst Du tun, wenn Du das alles nicht willst?

Bezah­le mit Bar­geld, anstatt mit der Kar­te oder mit dem Han­dy. Dei­ne Ein­käu­fe kön­nen nach­ver­folgt wer­den, weil sie über Dei­ne Daten mit Dir in Ver­bin­dung ste­hen. Laß Dein Han­dy mal zu Hau­se, wenn Du ein­kau­fen gehst. Schal­te es einfach mal eine Wei­le ab. Mußt Du wirk­lich immer und über­all erreich­bar sein? Ver­wal­te Dei­ne Kon­tak­te nicht auf dem Han­dy, son­dern in Papier­form. Geh mit Dei­nem Han­dy nicht ins Inter­net. Die Daten auf Dei­nem Smart­phone kön­nen jeder­zeit aus­ge­le­sen wer­den. Jede Trans­ak­ti­on kann nach­ver­folgt werden. Ler­ne Tele­fon­num­mern wie­der aus­wen­dig. Das konn­test Du frü­her auch.

Erin­ne­re Dich, wie Du frü­her warst, was Du gemacht hast und wie ein­fach und streß­frei das war, und schau, was aus Dir gewor­den ist, was Du heu­te tust oder nicht mehr tust – weil es ja sooo bequem und sooo viel siche­rer ist.

Das ist eine Illu­si­on. Jede Akti­on zur Erhö­hung der Sicher­heit erhöht die Unsicher­heit!

Die Tech­no­kra­tie hat uns mehr Streß gebracht als jemals zuvor. Bei dem Ver­such, den Umgang mit der neue­sten Tech­nik zu ler­nen, mer­ken wir, daß die Tech­nik, die man uns heu­te auf­zwingt, für uns nicht (mehr) beherrsch­bar ist und daß sie uns krank macht! Und die­se tat­säch­lich exi­stie­ren­de Bedro­hung ist grö­ßer denn je.

Das WLAN-Netz (Mesh-Netz­werk), das Smart­phone, das Tablet etc. sind die Haupt­schürf­werk­zeu­ge die­ses „data minings”, also der Daten­ab­schöp­fung! Die­se Gerä­te sind Meß- und Abhör­ge­rä­te, mit denen man auch tele­fo­nie­ren kann. Sie umge­ben uns zudem mit krank­ma­chen­der Strahlung. 

Über­dies heben sol­che Gerä­te die Pri­vat­sphä­re auf, die doch eigent­lich der Garant für die mensch­li­che Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist. Die­se „Smart-Dik­ta­tur” ermög­licht schon heu­te die Total­über­wa­chung unse­rer Kin­der und natür­lich unsere eige­ne.

Über­le­ge Dir also gut, wem Du Dei­ne Daten preis­gibst. Die Fol­gen der ein­mal erteil­ten Geneh­mi­gung zur Nut­zung Dei­ner Daten im Inter­net sind nicht rück­gängig zu machen. Dei­ne Daten wer­den gesam­melt und wei­ter­ver­kauft. Du hast keine Kon­trol­le dar­über, wohin Dei­ne Daten wan­dern, wenn sie erst ein­mal im Netz sind. Außer­dem kann man anhand Dei­ner Daten ein Pro­fil von Dir erstel­len, das sich nicht nur auf Dei­ne Ein­kaufs­ge­wohn­hei­ten beschränkt… den­ke die­ses Sze­nario bit­te ein­mal ernst­haft weiter.

Und komm mir bit­te nicht mit dem Spruch: „Ich hab ja nichts zu ver­ber­gen.” Denn dann scheint Dir an Dei­ner Pri­vat­sphä­re nicht viel zu lie­gen, und Du bist längst zum glä­ser­nen Ver­brau­cher gewor­den. Und beden­ke bit­te, daß es nicht nur um Dei­ne Daten geht, son­dern auch um die Dei­nes Lebens­part­ners, Dei­ner Familie, Dei­ner Kin­der, Freun­de, Kol­le­gen etc.

In die­sem Sin­ne: Sei achtsam.

Syl­via E. Geiß


Der Text steht zur frei­en Nut­zung unter Anga­be des Urhe­bers zur Ver­fü­gung. Ände­run­gen sind nicht gestattet.

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